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Außerdem werde ich
auch weiterhin mehr als 99 % meines Nettovermögens in Berkshire
halten. Meine Frau und ich haben noch niemals eine Aktie verkauft, und
wir beabsichtigen das auch nicht. Charlie und mich entsetzt die in den
letzten Jahren so normal gewordene Situation, daß Aktionäre
Milliarden verlieren, während Vorstände, Gründer und
andere Führungskräfte, die diese Desaster zu verantworten
haben, sich mit außerordentlichem Reichtum verabschieden.
Tatsächlich haben viele dieser Leute Investoren zum Aktienkauf
gedrängt, gleichzeitig aber ihre eigenen Aktien abgestoßen
und dies teilweise verschleiert. Zu ihrer Schande sehen diese
Wirtschaftsführer Aktionäre als Melkkühe, nicht als
Partner.
Obwohl Enron das Symbol
für den Mißbrauch von Aktionären wurde, gibt es keinen
Rückgang von schlechter Führung in der sonstigen USA AG. Eine
Story, die ich gehört habe, zeigt die weit verbreitete Einstellung
von Managern gegenüber Eigentümern: Eine phantastische Frau
schleicht sich auf einer Party zu einem CEO und schnurrt durch feuchte
Lippen: „Ich mache alles - alles - was du willst. Sag mir einfach, was
du willst.“ Ohne zu zögern antwortet er: „Bewerten Sie meine
Optionen neu.“
Ein letzter Gedanke
über Berkshire: In der Zukunft wird es uns nicht gelingen, nahe an
unsere vergangenen Ergebnisse heranzukommen. Natürlich werden
Charlie und ich für eine überdurchschnittliche Performance
kämpfen und nicht mit weniger zufrieden sein. Aber zwei
Bedingungen für Berkshire sind weit von dem entfernt, was sie mal
waren: Damals konnten wir oft Unternehmungen und Aktien zu niedrigeren
Bewertungen kaufen als es heute der Fall ist; und was noch wichtiger
ist, wir arbeiteten damals mit deutlich weniger Geld als heute. Vor
einigen Jahren konnte ein guter 10-Millionen-Dollar-Deal für uns
Wunder bewirken (betrachten Sie nur unser Investment in Washington Post
in 1973 oder GEICO in 1976). Heute würde die Kombination von zehn
solcher Ideen und ein dreifacher Wert bei jedem von ihnen den Nettowert
von Berkshire nur um 0,25 % erhöhen. Wir brauchen heute
„Elefanten“, um signifikante Gewinne zu machen - und sie sind schwer zu
finden.
Positiv ist, daß wir
die beste Gruppe von aktiven Managern in unseren Unternehmen haben (Sie
können über viele von ihnen in einem neuen Buch von Robert P.
Miles: „The Warren Buffett CEO“ lesen). Darüber hinaus führen
sie größtenteils Geschäfte mit guten bis erstklassigen
wirtschaftlichen Eigenschaften. Fähigkeiten, Energie und
Loyalität dieser Manager sind einfach außerordentlich. Wir
haben jetzt 37 Jahre Berkshire abgeschlossen, ohne daß sich ein
CEO eines operativen Geschäftes dazu entschlossen hat, uns zu
verlassen, um anderswo zu arbeiten.
Unsere mit Stars gespickte
Gruppe wuchs in 2001. Zunächst schlossen wir den Kauf von zwei
Unternehmen ab, die wir in 2000 beschlossen hatten - Shaw and Johns
Manville. Dann erwarben wir zwei andere, MiTek und XTRA, und
vereinbarten, zwei weitere zu kaufen: Larson-Juhl, eine Erwerbung, die
gerade getätigt wurde und Fruit of the Loom, die bald
getätigt wird, wenn die Gläubiger unserem Angebot zustimmen.
Alle diese Unternehmen werden von klugen, erfahrenen und
vertrauenswürdigen CEO’s geführt.
Hinzu kommt, daß alle
unsere Erwerbungen des letzten Jahres bar bezahlt wurden, d.h. unsere
Aktionäre sind Eigentümer dieser zusätzlichen
Unternehmen geworden, ohne daß ihr Anteil an den feinen
Gesellschaften, die ihnen bereits gehörten, verwässert wurde.
Wir werden weiterhin unserer vertrauten Formel folgen, für die
Wertsteigerung unser exzellenten Firmen, die wir haben, zu kämpfen
und neue Unternehmen von ähnlicher Qualität
hinzuzufügen, und dabei neue Aktien nur ungern auszugeben.
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