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Zur Beurteilung der
Attraktivität einzelner Wertpapiere dient insbesondere der
Vergleich zwischen Aktien und Anleihen. In der Regel stehen sich beide
Anlageklassen jeweils als Alternative für ein mögliches
Investment gegenüber. Beide Märkte sind eng miteinander
verknüpft, da sich Anleger frei für eine der beiden Arten
entscheiden können. Durch eine Gegenüberstellung der
Gewinnrendite von Aktien mit der Rendite langfristiger Staatsanleihen
wird man in die Lage versetzt, eine Einschätzung der
Aktienbörse vorzunehmen.
Dabei wurde dem Kurs-Gewinn-Verhältnis (dem Kehrwert
der Gewinnrendite) bereits von Benjamin Graham und David Dodd mit der
ersten Veröffentlichung von Security Analysis im Jahre 1934 eine
wesentliche Bedeutung beigemessen. Graham vertrat die Auffassung,
Aktien von Unternehmen mit hohem KGV nach Möglichkeit zu meiden,
da diese dem Anleger statistisch langfristig niedrigere Renditen als
Aktien mit geringem KGV liefern.
Die bislang umfassendste empirische Untersuchung hierzu
führte der Wirtschaftsprofessor Robert J. Shiller (Irrational Exuberance)
im Zeitraum von 1871 bis 2003 durch, in der er den Zusammenhang
zwischen aktuellem KGV und der langfristig erzielbaren Marktrendite
anhand des S&P 500 nachwies. Dabei verwendet Shiller für die
Indexgewinne, entsprechend dem von Benjamin Graham empfohlenen Gebrauch
von Durchschnittswerten, den inflationsbereinigten Mittelwert der
vergangenen 10 Jahre.
Die wichtigsten Ergebnisse
der Analyse
- Das Markt-KGV bewegt sich in der Regel
zwischen
einem Wert von 10 und 20.
- Hohe KGVs führten
kontinuierlich zu
niedrigen oder gar negativen Renditen und umgekehrt.
- Ab einem KGV von 25 steigt das Risiko
erheblicher
Markteinbrüche in den Folgejahren.
Das aktuelle KGV des
S&P 500
Das im Januar
2006
zuletzt ermittelte Markt-KGV des S&P 500 ist auf der nächsten
Seite veröffentlicht. Dabei wird auf Valueinvesting.de eine
Darstellung in Anlehnung an James P. O´Shaughnessy ( What Works On Wall Street)
verwendet, der über eine Computeranalyse der Daten von mehr als 50
Jahren aufgezeigt hat, dass die Kombination bestimmter Kennzahlen bei
der Aktienauswahl langfristig zum Erfolg führt.
Bei der folgenden Analyse wird das Kurs-Gewinn-,
Kurs-Cashflow-, Kurs-Buchwert-Verhältnis und die Umsatzrendite
jeweils gleichgewichtet bewertet, während das
Kurs-Umsatz-Verhältnis mit 25% übergewichtet wurde. Dabei
wird den einzelnen Kennwerten eine Rangnummer zugeordnet und diese mit
ihrer jeweiligen Gewichtung aufaddiert. Das Ergebnis ist eine
Rangsumme, nach der die Liste sortiert ist.
Die in der Liste verwendeten Unternehmensgewinne beziehen
sich auf die tatsächlich erzielten Ergebnisse innerhalb der
letzten vier Quartale. Die Dividendenrendite ergibt sich aus der
zuletzt bekanntgegebenen und auf das Jahr hochgerechneten
Quartalsdividende. Alle anderen Daten basieren jeweils auf den im
letzten verfügbaren Geschäftsbericht von den Unternehmen
publizierten Zahlen. -- Mechanische
Rangliste der S&P 500 Unternehmen aufrufen. [945 kB HTML-Datei]
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