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Der US-Hausmarkt ist eine der historisch größten Blasen

9.August 2007 | Kategorie: Börse

Im Gegensatz zu Bill Miller, der die gegenwärtige Krise im US-Hausbausektor für begrenzt hält (siehe: Bill Miller sieht gute Zeiten für den Kauf von US-Hausbauern), spricht Jim Rogers - der Anfang der 1970er Jahre gemeinsam mit George Soros den Quantum Fund führte und bereits in 1999 die globale Rohstoffhause voraussah - in einem aktuellen Bloomberg Interview von einer der größten Spekulationsblasen, die das Kreditgeschäft je gesehen hat. So hat Rogers zur Zeit nach eigenem Bekunden US-Investmentbanken und Hausbauer leer verkauft.

Nachdem einer der führenden amerikanische Immobilienfinanzierer Countrywide Financial Corp aufgrund der momentanen Schwäche im US-Häusermarkt ein rückläufiges Ergebnis für das 2. Quartal und der Hausbauer D.R. Horton sogar den ersten Quartalsverlust seit zehn Jahren bekanntgegeben haben, brach der MSCI World Aktienindex innerhalb von einer Woche um rund 5 Prozent ein. Dies war der größte Einbruch seit Mitte 2002.

Nach Aussage von Jim Rogers war es auf dem Höhepunkt des Hausbooms zum ersten Mal möglich, dass Menschen ohne Bargeld Häuser kaufen konnten und von den Hausbauern in einigen Fällen sogar noch das Geld für eine Anzahlung erhielten. Aus diesem Grund hält Rogers die gegenwärtige Übertreibung für die schlimmste je dagewesene Krise im US-Hausmarkt, die jetzt bereinigt werden muss.

Ein Kommentar to “Der US-Hausmarkt ist eine der historisch größten Blasen”
  1. Investmentblog schreibt:
    21st.September 2007 um 07:15

    Die ganze Krise in ihrem derzeitig zu erkennenden Ausmass ist hausgemacht. Auf der einen Seite Verbraucher, die um jeden Preis ihr eigenen Haus haben wollen, ohne auch nur den Hauch einer Sicherheit oder Rücklage zu besitzen, und auf der anderen Seite Immobilienfinanzierer, die in ihrer Geldgier jegliche Risikobedenken hinsichtlich späterer Zahlungsausfälle wegwischten. Jedem halbwegs informierten Kreditnehmer sollte doch klar sein, dass ein im Zinstief aufgenommenes Darlehen mit nur kurzer Zinsfestschreibung nach deren Ablauf zu einer wahren Explosion der monatlichen Rate führen muss, sollten inzwischen die Leitzinsen und damit auch die Zinsen für das nun frei flootende Darlehen steigen. Und genau so ist es nun gekommen. Hoffen wir nur, dass alle Betroffenen - sowohl Verbraucher als auch Darlehensvermittler - ihre Lehren daraus ziehen und nur dann Häuser finanzieren, wenn die potentiell denkbaren Risiken für den Kreditnehmer tragbar sind.

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