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Viele der neuen Anleger
erwarten nicht mehr Renditen von jährlich 20%. In einem Umfeld, in
dem traditionelle Aktieninvestments schätzungsweise magere 5 bis
7% Rendite im Jahr bringen, sind Investoren glücklich, mit
Hedgefonds zwischen 9 und 11% erzielen zu können. Investoren
benötigen keine 20% Rendite im Jahr, wenn sie Jahre mit 20%
Verlust vermeiden können. Daher waren sie nun mit 9 bis 11%
Rendite, die Hedgefonds nach ihrer Erwartung kontinuierlich liefern,
zufrieden.
In der Folge begann die Hedgefonds-Nachfrage das Angebot zu
übersteigen, sodass die Investmentbedingungen nun durch die
Hedgefondsmanager diktiert werden konnten. Früher beanspruchte der
Hedgefondsmanager ungefähr 20% der Gewinne seines Fonds. Wenn
beispielsweise ein Hedgefonds 20% Rendite im Jahr erzielt hat,
verdiente der Manager 4% und der Anleger 16%. Diese Aufteilung der
Gewinne erscheint vernünftig, wenn man bedenkt, dass mit
traditionellen Investments im Schnitt rund 10% zu verdienen war.
Mit der steigenden Nachfrage nach Hedgefonds begannen aber auch die
Gebühren anzusteigen. Die Hedgefondsmanager verlangten nun von der
erzielten Rendite unabhängige Gebühren von
zusätzlich vielleicht 1%. Bei einer theoretischen Rendite von 20%,
bedeutet das
einen Anstieg des Gewinns der Manager von 4 auf 4,8% (20% minus 1% =
19% mal 20% = 3,8% plus 1% = 4,8%). Für den Anleger verblieben
damit immer noch 15,2%.
Allerdings haben sich die von den Hedgefonds erhobenen Gebühren in
der Folgezeit noch weiter erhöht. So existieren beispielsweise
Hedgefonds, die 25% des erzielten Gewinns und zusätzlich 3%
Verwaltungskosten verlangen. In einem theoretischen Jahr mit 20%
Rendite bedeutet das nach Abzug der Gewinnbeteiligung für den
Anleger eine Rendite von 15%. Nach nochmaligem Abzug von 3%
Verwaltungskosten ist der Anleger bereits bei 12% Rendite oder
lediglich 60% des Bruttogewinns angekommen.
Falls der vom Hedgefonds erzielte Bruttogewinn aber nur bei 10% liegt,
fällt die Mathematik für den Anleger noch ungünstiger
aus: 10% minus 25% von 10% = 7,5% abzüglich 3% = 4,5%. Damit
entfallen in diesem Beispiel 55% des angenommenen Bruttogewinns von 10%
auf das Hedgefondsmanagement.
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