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Ein Anleger ist eine Person
oder Institution, die Geld am Kapitalmarkt anlegt. Zudem kann der
Anleger als Gegenteil des Spekulanten bezeichnet werden. Die Aufgabe
eines Anlegers besteht darin, den Anteil spekulativer Elemente in
seinen Anlagen so gering wie möglich zu halten. Laut Benjamin
Graham handelt es sich bei "einer Anlage um eine Investition, die
aufgrund einer Analyse für das Anlageobjekt Sicherheit verspricht
sowie eine angemessene Rendite zusichert". Alles andere ist Spekulation.
Dabei unterscheidet Benjamin Graham den defensiven und den aggressiven
Anleger. Der defensive Anleger ist überwiegend an Sicherheit und
einem stetigen Kapitalaufbau interessiert, ohne den letzten
Prozentpunkt Rendite unbedingt herausholen zu müssen. Dieser
Anlegertyp sollte daher regelmäßig und kostengünstig in
einen Aktienindex investieren, da verschiedene Untersuchungen immer
wieder aufzeigen, daß diese Strategie langfristig eine bessere
Rendite erzielt, als die große Mehrzahl der aktiv verwalteten
Publikumsfonds.
Dagegen möchte der aggressive Anleger bessere Ergebnisse, als den
Marktdurchschnitt, erzielen. Zu allererst muß er aber
sicherstellen, das seine Ergebnisse dadurch nicht schlechter, als die
des defensiven Anlegers, ausfallen. Die Arbeit, die er in die
Konzeption einer eigenen Anlagestrategie und die Analyse von
Unternehmen, Branchen oder ganzen Märkte investiert, sollte sich
im Vergleich zum defensiven Anleger in einer fühlbar besseren
Rendite niederschlagen.
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