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Mit Bewertung bezeichnet
man den Prozeß zur Bestimmung des aktuellen Wertes eines
Unternehmens oder eines Vermögensgegenstandes. In der Regel
spielen bei der Wertermittlung verschiedene Faktoren wie beispielsweise
die zukünftige Gewinnerwartung, die Kapitalstruktur (Aufteilung
des Eigen- und Fremdkapitals) oder das Management des Unternehmens eine
Rolle.
Im Wesentlichen unterscheidet man zwischen quantitativen und
qualitativen Faktoren. Da sich die quantitativen Faktoren auf
meßbare Größen wie die Daten einer Bilanz oder Gewinn-
und Verlustrechnung stützen, ist deren Bewertung im allgemeinen
einfacher. Dagegen zählt das Management oder die
Wettbewerbsposition eines Unternehmens zu den klassischen qualitativen
Bewertungsfaktoren. Deren Einschätzung ist eher subjektiver Natur.
Die Schwierigkeit bei einer Bewertung anhand qualitativer Faktoren
liegt darin begründet, daß ein hervorragendes Management
oder eine ausgezeichnete Wettbewerbsposition bereits die quantitativen
Faktoren - also die finanziellen Kennzahlen - eines Unternehmens
beeinflußt haben. Sofern man bei der Bewertung den qualitativen
Faktoren zu viel Aufmerksamkeit widmet läuft man Gefahr, diese
Einflußgrößen doppelt zu bewerten.
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