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Mit Diversifikation
bezeichnet man das Risikomanagement durch die Zusammenstellung eines
Wertpapierportfolios mit einer möglichst großen Anzahl
unterschiedlicher Investments. Die Befürworter dieser Technik
behaupten, daß dies im Durchschnitt zu höheren
Investmenterträgen bei gleichzeitig reduziertem Risiko führt.
Als Begründung dieser These wird gewöhnlich angeführt,
daß die positive Wertentwicklung eines Investments die negative
eines anderen kompensiert. Dabei wird jedoch häufig verschwiegen,
daß dieser Zusammenhang auch umgekehrt gültig ist.
Viele Value Investoren widersprechen den
Diversifikationsbefürwortern, da diese Vorgehensweise keinen
Schutz vor den eigentlichen Risiken bietet, sondern vielmehr den
Versuch darstellt, die Auswirkungen der durch eigene Unwissenheit
hervorgerufenen Fehler abzumildern.
Das wirkliche Risiko für den Investor besteht nach Benjamin Graham
darin, daß ein Unternehmen - dessen Anteile er hält - die
Gewinne oder die ausgeschüttete Dividende nicht aufrecht erhalten
kann. Ein weiteres Risiko liegt in einem zu hohen Preis, den der
Anleger für ein Unternehmen bezahlt. Dieser kann die Rendite des
Investments deutlich schmälern oder sogar gänzlich in Frage
stellen.
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