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Mit Inflation bezeichnet
man die Rate, um die sich das allgemeine Preisniveau für Waren und
Dienstleistungen verteuert. Inflation führt damit zu sinkender
Kaufkraft.
Beispiel: Bei einer Inflationsrate von 2%, verteuert sich eine Packung
Kaugummi mit einem heutigen Preis von 1,00 Euro auf 1,02 Euro in einem
Jahr.
Das Inflationsziel der meisten Länder und Zentralbanken liegt
zwischen 2 und 3%. Investoren sollten den offiziell publizierten
Inflationszahlen allerdings skeptisch gegenüber stehen. Die reale
Inflation liegt im Durchschnitt zwischen 4 und 6%. Sie wird langfristig
allein durch die Höhe des Geldmengenwachstums bestimmt.
Für den Investor ist die Inflation von großer Bedeutung, da
die Nachsteuerrendite seiner Anlagen zumindest der Inflationsrate
entsprechen muß, damit sein Kapital nicht entwertet wird. Aus
diesem Grund sind festverzinsliche Wertpapiere zum langfristigen
Vermögensaufbau ungeeignet.
Value Anleger investieren ihr Kapital daher in Unternehmen, da diese
einen gewissen Schutz vor Inflation bieten. Aber auch hier gibt es
Unterschiede. Während kapitalintensive Unternehmen, wie
beispielsweise die Automobilindustrie, negativ von Inflation betroffen
sind, können Unternehmen mit geringem Investitionsbedarf, hoher
Profitabilität und einer gewissen Gestaltungsfreiheit beim
Festsetzen ihrer Preise sogar von Inflation profitieren.
Investoren sollten grundsätzlich davon ausgehen, daß wir in
einer Welt von dauerhafter Inflation leben!
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