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Für die Beurteilung
der finanziellen Stärke eines Unternehmens hat die Kennzahl der
Liquidität zweiten Grades einen hohen Stellenwert. Sie errechnet
sich aus dem Verhältnis von Umlaufvermögen zu den
kurzfristigen Verbindlichkeiten eines Unternehmens.
Mit Ausnahme von Unternehmen aus kapitalintensiven Branchen gilt nach
Benjamin Graham ein Standard von zwei Dollar (oder eine beliebige
andere Währung) Umlaufvermögen für jeden Dollar
kurzfristige Verbindlichkeiten. Bei Unternehmen, die ihr
Umlaufvermögen sehr effizient einsetzen, kann dieses
Verhältnis auch unter dem traditionellen Standard liegen, sollte
aber bei finanziell starken Gesellschaften nicht das Verhältnis
von 1,75 zu 1 unterschreiten.
Ein weiteres Maß für die Ermittlung der Liquidität ist
die Liquidität ersten Grades. Diese Kennzahl ergibt sich aus dem
Verhältnis des Umlaufvermögens ohne Vorräte zu den
kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die Liquidität ersten Grades
sollte bei einem Verhältnis von etwa 1 zu 1 liegen, was soviel
bedeutet, daß das Umlaufvermögen ohne Vorräte zumindest
die Höhe der kurzfristigen Verbindlichkeiten abdeckt.
Allgemein gilt, daß die Entwicklung beider
Liquiditätskennzahlen aufschlußreicher ist, als ein
bestimmter stichtagsbezogener Wert.
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