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Valueinvesting.de - Lexikon · Liquidität

Für die Beurteilung der finanziellen Stärke eines Unternehmens hat die Kennzahl der Liquidität zweiten Grades einen hohen Stellenwert. Sie errechnet sich aus dem Verhältnis von Umlaufvermögen zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten eines Unternehmens.

Mit Ausnahme von Unternehmen aus kapitalintensiven Branchen gilt nach Benjamin Graham ein Standard von zwei Dollar (oder eine beliebige andere Währung) Umlaufvermögen für jeden Dollar kurzfristige Verbindlichkeiten. Bei Unternehmen, die ihr Umlaufvermögen sehr effizient einsetzen, kann dieses Verhältnis auch unter dem traditionellen Standard liegen, sollte aber bei finanziell starken Gesellschaften nicht das Verhältnis von 1,75 zu 1 unterschreiten.

Ein weiteres Maß für die Ermittlung der Liquidität ist die Liquidität ersten Grades. Diese Kennzahl ergibt sich aus dem Verhältnis des Umlaufvermögens ohne Vorräte zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die Liquidität ersten Grades sollte bei einem Verhältnis von etwa 1 zu 1 liegen, was soviel bedeutet, daß das Umlaufvermögen ohne Vorräte zumindest die Höhe der kurzfristigen Verbindlichkeiten abdeckt.

Allgemein gilt, daß die Entwicklung beider Liquiditätskennzahlen aufschlußreicher ist, als ein bestimmter stichtagsbezogener Wert.



   


Letzte Aktualisierung: 14. April 2007 · Startseite · Sitemap · Impressum


   


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