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Valueinvesting.de - Lexikon · Nettoumlaufvermögen

Das Nettoumlaufvermögen (englisch: Working Capital) ergibt sich aus dem Umlaufvermögen eines Unternehmens abzüglich dessen kurzfristiger Verbindlichkeiten. Das Umlaufvermögen besteht im Wesentlichen aus liquiden Mitteln, Vorräten und den laufenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Außenstände).

Ein positives Nettoumlaufvermögen bedeutet, daß das Unternehmen in der Lage ist, seine kurzfristigen Verbindlichkeiten aus dem Umlaufvermögen zu tilgen. Bei einem negativen Nettoumlaufvermögen ist das Unternehmen dazu nicht imstande. Wenn das Umlaufvermögen eines Unternehmens nicht die kurzfristigen Verbindlichkeiten übersteigt, kann die Gesellschaft Probleme bei der Bezahlung ihrer Gläubiger bekommen und im schlimmsten Fall insolvent werden. Zudem ist ein über längere Zeit sinkendes Nettoumlaufvermögen ein Alarmsignal, das durch den Investor genauer untersucht werden sollte.

Neben einem Maß für die kurzfristige finanzielle Stärke dient das Nettoumlaufvermögen auch zur Beurteilung der operativen Effizienz eines Unternehmens. Kapital, das in Vorräten oder Außenständen gebunden ist, kann nicht zur Tilgung von Verbindlichkeiten genutzt werden. Sobald ein Unternehmen nicht mehr in der effizientesten Art und Weise betrieben wird, zeigt sich dies i.d.R. sehr frühzeitig im Nettoumlaufvermögen. Dabei deutet ein sich von Periode zu Periode verschlechterndes Nettoumlaufvermögen auf eventuelle operative Probleme des Unternehmens hin.



   


Letzte Aktualisierung: 14. April 2007 · Startseite · Sitemap · Impressum


   


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