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Das
Nettoumlaufvermögen (englisch: Working Capital) ergibt sich aus
dem Umlaufvermögen eines Unternehmens abzüglich dessen
kurzfristiger Verbindlichkeiten. Das Umlaufvermögen besteht im
Wesentlichen aus liquiden Mitteln, Vorräten und den laufenden
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Außenstände).
Ein positives Nettoumlaufvermögen bedeutet, daß das
Unternehmen in der Lage ist, seine kurzfristigen Verbindlichkeiten aus
dem Umlaufvermögen zu tilgen. Bei einem negativen
Nettoumlaufvermögen ist das Unternehmen dazu nicht imstande. Wenn
das Umlaufvermögen eines Unternehmens nicht die kurzfristigen
Verbindlichkeiten übersteigt, kann die Gesellschaft Probleme bei
der Bezahlung ihrer Gläubiger bekommen und im schlimmsten Fall
insolvent werden. Zudem ist ein über längere Zeit sinkendes
Nettoumlaufvermögen ein Alarmsignal, das durch den Investor
genauer untersucht werden sollte.
Neben einem Maß für die kurzfristige finanzielle Stärke
dient das Nettoumlaufvermögen auch zur Beurteilung der operativen
Effizienz eines Unternehmens. Kapital, das in Vorräten oder
Außenständen gebunden ist, kann nicht zur Tilgung von
Verbindlichkeiten genutzt werden. Sobald ein Unternehmen nicht mehr in
der effizientesten Art und Weise betrieben wird, zeigt sich dies i.d.R.
sehr frühzeitig im Nettoumlaufvermögen. Dabei deutet ein sich
von Periode zu Periode verschlechterndes Nettoumlaufvermögen auf
eventuelle operative Probleme des Unternehmens hin.
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