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Die Sicherheitsmarge ist
ein Konzept des Value Investing, bei dem der Anleger nur Wertpapiere
kauft, deren Marktpreise signifikant unter ihrem Inneren Wert liegen.
Oder anders ausgedrückt: Sobald sich der Marktpreis deutlich unter
dem kalkulierten Wert eines Investments befindet, nennt man die
Differenz Sicherheitsmarge.
Der Begriff Sicherheitsmarge wurde durch den Vater des Value Investing
- Benjamin Graham - und seine Anhänger wie Warren Buffett
populär. Zwar garantiert das Vorhandensein einer Sicherheitsmarge
noch kein erfolgreiches Investment, bietet dem Investor aber Schutz vor
Fehlern in seinem Urteil.
Den "wahren" Wert eines Unternehmens zu bestimmen ist eine höchst
subjektive Angelegenheit. Dabei wendet jeder Investor seine eigenen
Methoden zur Kalkulation des Inneren Wertes an, so daß die
einzelnen Ergebnisse mehr oder weniger richtig sind. Zudem ist es
gewöhnlich schwierig, die zukünftigen Gewinne eines
Unternehmens vorherzusehen. Aus diesem Grund bietet die
Sicherheitsmarge dem Investor einen Puffer gegen Fehler in der
Kalkulation.
Das Konzept der Sicherheitsmarge, wird nicht nur beim Investieren
angewendet. Beispielsweise wird der Ingenieur eine Brücke mit 100
Tonnen Tragkraft nicht exakt für dieses Gewicht planen.
Stattdessen wird er die Brücke für vielleicht 130 Tonnen
auslegen um sicher zu sein, daß sie bei schwerer Belastung nicht
zusammenbricht.
Bei Wertpapieren verhält es sich genauso. Wenn der Investor der
Meinung ist, daß eine Aktie 50 Euro wert ist, kauft er sie zu
einem Preis von zum Beispiel 35 Euro. Dies gibt ihm eine
Sicherheitsmarge falls sich herausstellt, daß die
ursprüngliche Analyse fehlerhaft war und die Aktie
tatsächlich nur einen Wert von 45 Euro hat.
Es gibt keine Richtlinien, wie groß die Sicherheitsmarge beim
Investieren sein sollte. Jeder Investor muß zur Bestimmung seine
eigene Methodik entwickeln und anwenden.
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