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Der Spekulant ist das
Gegenteil des Anlegers. Spekulation macht großen Spaß,
sofern man mit ihr richtig liegt. Sie ist zudem nicht unmoralisch oder
illegal, aber für die meisten Menschen auch nicht sonderlich
ertragreich.
Wer sich als Spekulant versuchen möchte, sollte zu diesem Zweck
einen kleinen Betrag seines Kapitals zurücklegen und diesen nicht
mit dem zur Anlage bestimmten Geld vermischen. Befinden sich
beispielsweise 80% des zur Verfügung stehenden Kapitals in
konservativen Anlagen und 20% in spekulativen Engagements, würde
sich das Gesamtkapital bei einer Verdoppelung des spekulativen Teils
zum 20% erhöhen. Dagegen würde eine Werthalbierung des
spekulativen Einsatzes nur einen Kapitalverlust in Höhe von 10%
bedeuten.
Spekulation ist volkswirtschaftlich sinnvoll. Sie stellt beispielsweise
für die Entwicklung neuer Technologien das dafür notwendige
Kapital zur Verfügung. Warren Buffett, der erfolgreichste Anleger
aller Zeiten, zog diesbezüglich allerdings einen einprägsamen
Vergleich mit der Eroberung des Weltalls. "Wir applaudieren den
Bemühungen, möchten aber selbst nicht mitfliegen."
Problematisch sind Spekulationen insbesondere, wenn man der Meinung
ist, sich als Anleger zu betätigen oder einem das nötige
Wissen für die Ausübung des Berufs des Spekulanten fehlt.
Wer Aktien auf Kredit kauft, betätigt sich automatisch als
Spekulant!
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