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Unter Streubesitz
(englisch: Free Float) versteht man jene Aktien eines Unternehmens, die
frei am Markt gehandelt werden und nicht im Besitz von Anlegern sind,
die sich dauerhaft an einer Gesellschaft beteiligen wollen.
Wenn ein Anleger mehr als 5 % des Aktienkapitals einer
Aktiengesellschaft besitzt, spricht man von Festbesitz. Zieht man den
Festbesitz von 100% ab, erhält man den Streubesitz.
Unternehmen mit hohem Streubesitz werden allgemein vorteilhaft
angesehen, da ihre Aktien dadurch besser gehandelt werden können.
So stellt der Streubesitz beispielsweise ein Kriterium bei der
Zusammenstellung von Aktienindizes dar.
Ein wichtiges Konzept des Value Investing sieht jedoch die Investition
in Unternehmen vor, die über Eigentümer mit stabilen
Mehrheiten verfügen. Dabei kann es sich um Aktienpakete des
Unternehmensgründers, von Familien oder um Managementbeteiligungen
handeln. Dadurch wird sichergestellt, daß die
Aktionärsinteressen in diesen Unternehmen allerhöchste
Priorität genießen.
Dabei hat der Privatanleger gegenüber institutionellen Investoren
den Vorteil, daß er auch in Unternehmen investieren kann, von
denen nur vergleichsweise wenig Aktien gehandelt werden. In dieser
Kategorie ergeben sich oftmals sehr lukrative Investmentgelegenheiten.
Zudem wird die Kursentwicklung dieser Aktien stärker von der
Unternehmensentwicklung und nicht so sehr von allgemeinen Schwankungen
des Aktienmarktes beeinflußt.
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