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Sparmaßnahmen
innerhalb der staatlichen Budgets führen zu Kürzungen der
Pensions- und Sozialleistungen, sodass die private Altersvorsorge
immer
mehr an Bedeutung gewinnt. Die staatlich geförderten
Altersvorsorgeprodukte wie Basisrente, Betriebsrente oder Riesterrente
haben eine Gemeinsamkeit. Die Aufwendungen für diese Produkte
lassen sich heute von der Steuer absetzen. Im Gegenzug werden die
künftigen Rentenzahlungen mit Steuersätzen belegt, die aller
Voraussicht nach deutlich unter dem gegenwärtigen Steuersatz des
Anlegers liegen. Aus diesem Grund eignen sich die zur privaten
Altersvorsorge angebotenen Produkte vorrangig als Steuersparmodelle
für Spitzenverdiener.
Normalverdiener sollten sich angesichts des wachsenden Bedarfs an
privater Altersvorsorge daher nicht ausschließlich auf die
staatliche geförderten Altersvorsorgeprodukte konzentrieren, da
auf diese Weise die vermögensbildende Kraft des Zinseszins
verlorengeht. Die Ursache dafür ist, dass diese Produkte
hauptsächlich in festverzinsliche Wertpapiere (Anleihen)
investieren, deren Erträge prinzipiell aus Bargeldzahlungen
bestehen. In einer Welt dauerhafter Inflation, durch die unser Geld von
Jahr zu Jahr an Wert verliert, sind festverzinsliche Kapitalanlagen
für den langfristigen Vermögensaufbau ungeeignet.
Bei einem Vergleich der langfristigen Wertentwicklung verschiedener
Anlageklassen haben Aktien über sämtliche Zeiträume,
über die sich die private Altersvorsorge erstreckt, die mit
Abstand beste Rendite erzielt. Dagegen haben Geldmarktprodukte den
geringsten Ertrag erzielt. Dies wird vom Bundesverband Investment und
Asset Management e.V. (BVI) bestätigt, der die durchschnittlichen
Renditen der verschiedenen Fondsprodukte miteinander verglichen hat.

Quelle: BVI Statistik per 31. März 2007
Das oberste Ziel der privaten Altersvorsorge sollte das Erreichen einer
möglichst hohen durchschnittlichen jährlichen Rendite sein. Warren
Buffett verglich den damit verbundenen Mechanismus mit einem
Schneeball, den man nach dem Formen einen Hang hinunter rollt. Sofern
der Schnee ein wenig klebt, bleibt zu Beginn nicht viel, doch je
weiter man den Hang hinunter kommt, sehr viel mehr neuer Schnee an ihm
haften. Mit fortschreitender Dauer sind diese Zuwächse enorm. Zur
Illustration dient das folgende Rechenbeispiel.
Ausgangspunkt sind jeweils monatliche Sparraten von 250,-- Euro, die
über einen Zeitraum von 35 Jahren angelegt werden. Sofern die
Sparleistungen mit 4% - das entspricht in etwa der momentanen Höhe
der Umlaufrendite, welche die durchschnittliche Rendite aller in Umlauf
befindlichen festverzinslichen Wertpapiere repräsentiert -
verzinst werden, verfügt der Anleger am Ende der Laufzeit
über ein Kapital in Höhe von 226 Tsd. Euro. Wird das Geld
dagegen am Aktienmarkt angelegt und eine durchschnittliche
jährliche Rendite von 7% unterstellt, führen die monatlichen
Sparraten von 250,-- Euro zu einem Endkapital von 430 Tsd. Euro. Die
darin enthaltenen Zinseinnahmen in Höhe von 325 Tsd. Euro
übersteigen bereits das Gesamtkapital aus Beispiel 1.
Außerdem müssen in dieses noch die eigenen Sparleistungen im
Wert
von insgesamt 105 Tsd. Euro eingerechnet werden. Daher eignen sich
für die private Altersvorsorge insbesondere Indexfonds, über
die
der Anleger mit geringen Verwaltungsgebühren an den
weltweiten Chancen der Aktienmärkte teilnehmen kann.
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