Der US-Hausmarkt ist eine der historisch größten Blasen

Im Gegensatz zu Bill Miller, der die gegenwärtige Krise im US-Hausbausektor für begrenzt hält, spricht Jim Rogers – der Anfang der 1970er Jahre gemeinsam mit George Soros den Quantum Fund führte und bereits in 1999 die globale Rohstoffhause voraussah – in einem aktuellen Bloomberg Interview von einer der größten Spekulationsblasen, die das Kreditgeschäft je gesehen hat.

Valueinvesting.de, 09. August 2007

Nach eigenem Bekunden hat Jim Rogers zur Zeit sowohl US-Investmentbanken als auch US-Hausbauer leer verkauft.

Nachdem einer der führenden amerikanische Immobilienfinanzierer Countrywide Financial Corp aufgrund der momentanen Schwäche im US-Häusermarkt ein rückläufiges Ergebnis für das 2. Quartal und der Hausbauer D.R. Horton sogar den ersten Quartalsverlust seit zehn Jahren bekanntgegeben haben, brach der MSCI World Aktienindex innerhalb von einer Woche um rund 5 Prozent ein. Dies war der größte Einbruch seit Mitte 2002.

Nach Aussage von Jim Rogers war es auf dem Höhepunkt des Hausbooms zum ersten Mal möglich, dass Menschen ohne Bargeld Häuser kaufen konnten und von den Hausbauern in einigen Fällen sogar noch das Geld für eine Anzahlung erhielten. Aus diesem Grund hält Rogers die gegenwärtige Übertreibung für die schlimmste je dagewesene Krise im US-Hausmarkt, die jetzt bereinigt werden muss.