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Der
Bewertungsansatz
von Joel Greenblatt
sieht vor, gute Unternehmen preiswert einzukaufen. Die guten
Unternehmen identifiziert Greenblatt anhand ihrer Fähigkeit, hohe
Renditen auf das von ihnen investierte Kapital zu erwirtschaften.
Für die Identifizierung
solcher Unternehmen verwendet Greenblatt folgende Formel:
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Downloads
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Die
Börsen-Zauberformel können Sie sich als Excel-Datei
herunterladen:
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Magic
Formula (15 kB)
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Return on capital = EBIT /
(Nettoumlaufvermögen + Sachanlagevermögen)
Diese Summe aus
Nettoumlaufvermögen (Umlaufvermögen - kurzfristige
Verbindlichkeiten) und Sachanlagevermögen stellt die
Produktionsmittel eines Unternehmens dar, mit denen dieses seine
Gewinne erwirtschaftet. Dabei werden von Greenblatt Immaterielle
Vermögensgegenstände und eventuell vorhandene
Bargeldbestände nicht berücksichtigt.
Die kurzfristigen
Verbindlichkeiten bleiben ebenfalls außen vor,
da diese in der Regel nur eine kurze Verweildauer im Unternehmen haben.
Das investierte Kapital besteht daher lediglich aus Grundstücken
und Gebäuden, Maschinen, Vorräten sowie den
Außenständen (Forderungen aus Lieferungen & Leistungen),
die von einem Unternehmen vorgehalten werden müssen.
Als Größe
für den Gewinn wählt Greenblatt das
EBIT. Die Abkürzung EBIT steht für "earnings before interest
and taxes" und bedeutet Gewinn vor Zinsen und Steuern. Da beim EBIT
neben den Finanzierungskosten oder Zinserträgen auch
außerordentliche (einmalige) Aufwendungen sowie Steuern ignoriert
werden, gibt das Ergebnis einen Hinweis auf den gewöhnlichen
Betriebsgewinn eines Unternehmens. Somit werden von Greenblatt die
Einflüsse unterschiedlicher Zins-, Fremdkapital- und
Steuerverhältnisse auf den Unternehmensgewinn eliminiert. Dabei
wird unterstellt, dass die Abschreibungen in etwa auch
die Höhe der Unterhaltskosten für das Anlagevermögen
widerspiegeln.
Der so gewonnene
Rentabilitätswert (Return on capital) sagt also
etwas über die Ertragskraft des eingesetzten Kapitals aus. Dadurch
lassen sich die Unternehmen unabhängig von der Art ihrer
Finanzierung und losgelöst von ihrem aktuellen
Aktienkurs in eine Rangfolge setzen.
Die Preiswürdigkeit
der Unternehmen dieser Rangliste wird dann mit einer weiteren Formel in
einem zweiten Schritt festgestellt:
Earnings yield = EBIT / Enterprise Value
Der Enterprise Value
errechnet sich aus der Marktkapitalisierung zuzüglich Schulden und
abzüglich aller liquiden Mittel und ist vereinfacht gesagt der
Börsenwert des schuldenfreien Unternehmens. Damit können
Unternehmen unabhängig ihrer
Finanzierung miteinander verglichen werden. Der Quotient aus EBIT und
Enterprise Value führt zu einer Würdigung des
Unternehmensgewinns in Bezug auf dessen aktuellen Börsenwert.
Das Ergebnis ist eine
zweite Liste, in der die Unternehmen
unabhängig ihrer Rentabilität in eine eigene und nach
Preiswürdigkeit sortierte Rangfolge gesetzt werden. Im letzten
Schritt werden dann für jedes Unternehmen die Rangnummern beider
Listen aufaddiert. Das Resultat ist eine dritte Liste. Diese
enthält eine Rangsumme, nach der die Liste sortiert ist. Die
Unternehmen mit der geringsten Rangsumme sind automatisch die derzeit
günstigsten und rentabelsten am Markt.
Für den amerikanischen
Aktienmarkt betreibt Joel Greenblatt eine
eigene Webseite, auf der sich die über seine Magic
Formula
ermittelten Unternehmen selektieren lassen. Dass seine Methode durch
das Nachahmen zu vieler Investoren nicht mehr funktioniert
befürchtet Greenblatt nicht, da die meisten Menschen (a) über
längere Zeiträume nicht die
notwendige Disziplin für eine stur mechanisch arbeitende
Anlagestrategie aufbringen und (b) die Regularien der
Finanzinstitutionen das strenge Befolgen eines solchen Systems nicht
zulassen würden.
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Teil 1
- Joel Greenblatt Portrait
Weblinks:
· RPV.de
Aktiendatenbank
(derzeit noch im Aufbau)
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