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Warren Buffett wurde am 30.
August 1930 in Omaha, Nebraska, geboren. Bereits im Alter von fünf
Jahren kaufte er ein Sixpack Coca-Cola für 25 Cent. Die einzelnen
Flaschen verkaufte er in der Nachbarschaft zu je 5 Cent und strich
damit einen Gewinn von 20% ein. Für seine Investments stellte
diese Gewinnspanne im weiteren Verlauf immer wieder eine Art Zielmarke
dar. Heute besitzt Warren Buffett rund 8% von Coca-Cola und ist damit
größter Aktionär.
In seiner Jugend verdiente er sich Geld mit dem Austragen verschiedener
Zeitschriften, unter anderem der Washington Post, an der er 1973 einen
Anteil von ungefähr 10% erwarb und bis heute hält. Dabei
kombinierte Warren Buffett für sich die unterschiedlichen Touren,
um seinen Gewinn zu optimieren. Weiterhin stellte er mit einem Freund
gebrauchte Flipper in Friseurgeschäften auf. Zusammen vermieteten
sie auch einen alten Rolls Royce, den sie von einem Schrotthändler
erwarben. Buffetts' Freund war dabei für das Technische
zuständig. Er selbst kümmerte sich um das Finanzielle. Seine
ersten Aktien erwarb Warren Buffett im Alter von elf Jahren - drei
Cities-Service-Vorzugsaktien zu je 38 $ - und scherzt, dass er mit dem
Erwerb früher hätte anfangen sollen. Im Alter von 16 Jahren
betrugen seine gesamten Ersparnisse etwa 6.000 Dollar. Am Jahresende
1950 verfügte er über insgesamt 9.800 Dollar.
1956 sammelte Warren Buffett bei seinen Familienangehörigen
insgesamt 105.000 Dollar. Er selbst gab 100 (einhundert) Dollar dazu
und gründete am 1. Mai 1956 mit dem Gesamtbetrag die Buffett
Partnership. Zu Beginn der Partnership besaß Warren Buffett
ein
Vermögen von etwa 100.000 Dollar und verfügte 1959 bereits
über 400.000 Dollar. Als er die Partnership im Haussemarkt 1969
auflöste, betrug das Kapital der Partnership 105 Millionen Dollar.
Seine Anteilseigner bezahlte Warren Buffett aus und sagte ihnen, dass
seine Strategie unter den derzeitigen Marktbedingungen nicht mehr
funktioniert. Er wollte diese nicht in eine Strategie ändern, die
er nicht vollständig versteht und mit der er sich nicht wohl
fühlt.
Bereits im Jahr 1962 kaufte Warren Buffett für seine Partnership
Anteile an der Textilfabrik Berkshire Hathaway
und erlangte über
das Unternehmen am 10. Mai 1965 die vollständige Kontrolle. Er
erwarb die Aktien für durchschnittlich 14,86 $ je Stück. Da
das Textilgeschäft schlecht lief, baute er das Unternehmen zu
seiner Investmentholding um. Diese hatte im Jahr 2005 bei einem
durchschnittlichen Aktienkurs von 85.000 $ einen Börsenwert von
rund 131 Milliarden Dollar. Warren Buffett's Anteil daran beträgt
rund Eindrittel, was ihm in der Forbes-Liste der reichsten Menschen
hinter Microsofts Bill Gates den 2. Rang einbringt.
Berkshire ist mit Geico - einem Kfz-Versicherer für
Staatsbedienstete (ähnlich der deutschen HUK Coburg) - und General
Re - dem weltweit zweitgrößten Rückversicherer - sehr
stark im Versicherungsgeschäft engagiert. Bekanntheitsgrad
erlangten in der Öffentlichkeit die großen Beteiligungen an
namhaften Aktiengesellschaften wie beispielsweise American Express,
Coca-Cola, Gillette (jetzt Procter & Gamble), Washington Post oder
Wells Fargo. Daneben sind eine Vielzahl nicht börsennotierter
Unternehmen in Berkshires Besitz. An den gesamten Kapitalanlagen nahm
seit Ende der neunziger Jahre der Anteil dieser Gesellschaften, sowie
der Anteil festverzinslicher Wertpapiere deutlich zu. Dies liegt aber
nicht daran, dass Warren Buffett die von ihm gehaltenen Aktienpakete
verkauft hat. Stattdessen haben die anderen Anlagekategorien stark
zugenommen. Dazu verfügt Berkshire immer über eine
ausreichende Menge Bargeld, um jederzeit handlungsfähig zu sein,
sobald sich neue Investitionsgelegenheiten anbieten.
Warren Buffett's Erfolg ist nicht ausschließlich durch sein
Investmentgeschick zu begründen. Dahinter steckt vielmehr eine
ganze Philosophie, der er während seines Lebens diszipliniert
gefolgt ist. Ohne dies zu verstehen, werden mögliche Nachahmer aus
Buffett's Konzepten keinen Nutzen ziehen. Neben dem Investmentgenie ist
Warren Buffett von grundauf ehrlich und verfügt über einen
einzigartigen Humor. Er besitzt ein unvergleichliches Talent,
schwierige Zusammenhänge einfach und verständlich
darzustellen, ohne dabei belehrend zu wirken. Daher sind seine
jährlichen Briefe an die Aktionäre von Berkshire eine
einzigartige Informationsquelle und stellen ein unvergleichliches
Lesevergnügen dar.
Im Juni 2006 gab Warren Buffett bekannt, noch zu Lebzeiten 85% seines
Vermögens von über 40 Milliarden Dollar für
wohltätige Zwecke zu verschenken. So sollen jährlich
insgesamt fünf Stiftungen mit Aktien seines Unternehmens Berkshire
Hathaway bedacht werden. Dabei wird der größte Anteil in
Höhe von Fünfsechstel der Bill & Melinda Gates Foundation
von Microsoft-Gründer Bill Gates zugute kommen. Mit diesem Schritt
löste Warren Buffett das Versprechen ein, sein Geld in die
Gesellschaft zurückfließen zu lassen.
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