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Valueinvesting.de - Lexikon · Konzentriertes Portfolio

Die meisten Portfoliomanager und Vermögensverwalter sind bestrebt, die investierten Geldbeträge in ihren einzelnen Aktien im Gleichgewicht zu halten und auf eine möglichst ausgewogene Branchenverteilung zu achten. Dabei bilden sie häufig einfach nur den Aktienindex ab, der dem eigenen Portfolio als Vergleichsmaßstab dient.

Dagegen sind viele Value Investoren Verfechter eines konzentrierten Portfolios. Das bedeutet, daß sie sich keine Gedanken darüber machen, wieviel Geld in Konsumwerten, Finanzdienstleistern, Medienunternehmen, Energieversorgern oder in zyklischen und nichtzyklischen Branchen investiert ist.

Warren Buffett ist der prominenteste Befürworter dieser Konzeption und praktiziert seit jeher kein herkömmliches Portfoliomanagement. Er begründete dies im Berkshire Hathaway Aktionärsbrief 1991 wie folgt:

Wenn er beim Investieren darauf beschränkt wäre, nur Firmen mit Sitz in Omaha (sein Heimatort) auszuwählen, würde er sich mit den langfristigen Kennzahlen der Unternehmen und der Qualität des Managements beschäftigen. Danach würde er versuchen, einige der besten Unternehmen zu einem vernünftigen Preis zu kaufen. Dagegen wäre er nicht daran interessiert, Aktien von jedem Unternehmen der Stadt zu besitzen.

Außerdem steht die Konzentration des Kapitals in keinem Zusammenhang mit der Höhe der investierten Beträge. 1987 hatte Warren Buffett eine Summe von 2,1 Mrd. Dollar in Stammaktien von nur drei Unternehmen investiert. Dies war sein damaliges Portfolio:

Warren Buffett Berkshire Hathaway Aktiendepot von 1987

Die Wertschwankungen eines konzentrierten Portfolios sind allerdings höher, als in einem stark diversifizierten. Warren Buffett kommentierte diesen statistisch zu begründenden Sachverhalt in der Art, daß ihm 15% "klumpige" Rendite langfristig lieber sind, als glatte 12%.



   


Letzte Aktualisierung: 14. April 2007 · Startseite · Sitemap · Impressum


   


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