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Valueinvesting.de - Lexikon · Cash Flow

Der Cash Flow ist eine wirtschaftliche Meßgröße, mit deren Hilfe sich die Zahlungskraft eines Unternehmens beurteilen läßt.

Im bilanziellen Ergebnis eines Unternehmens sind eine Vielzahl nicht zahlungswirksamer Faktoren wie beispielsweise Abschreibungen und Rückstellungen enthalten. Über den Cash Flow Begriff versucht man deshalb die wirklichen Zahlungsströme zu ermitteln. Der um bilanzielle, nicht zahlungswirksame Faktoren bereinigte bilanzielle Gewinn stellt somit den Cash Flow als zahlungswirksamen, finanziellen Überschuß einer Periode dar.

Der Cash Flow wird insbesondere berechnet, um festzustellen, ob ein Unternehmen aus eigener Kraft Investitionen tätigen kann und wie viel Geld für Schuldentilgung, Zinszahlungen oder zur Ausschüttung an die Gesellschafter vorhanden ist. Darüber hinaus gibt er Auskunft, inwieweit eine Insolvenzgefahr besteht (ein über die Jahre hinweg bestehender negativer Cash Flow führt in aller Regel zur Insolvenz).

Der Cash Flow in einer der einfacheren Formen berechnet sich auf Basis des ausgewiesenen Nettogewinns. Dabei sind die Hinzurechnung von Abschreibungen und Veränderungen im Umlaufvermögen (Verbindlichkeiten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) die Wesentlichen Einflußfaktoren.

Aus Anlegersicht kommt dem sogenannten freien Cash Flow eine besondere Bedeutung zu. Dieser errechnet sich, indem vom Cash Flow einer Periode die notwendigen Investitionen in das Sachanlagevermögen abgezogen werden. Der freie Cash Flow ist der frei verfügbare Cash Flow. Er verdeutlicht, wie viel Geld dem Unternehmen für die Dividenden der Aktionäre beziehungsweise für Reinvestition in neue Geschäftsvorhaben oder auch für den Rückkauf eigener Aktien verbleibt.



   


Letzte Aktualisierung: 14. April 2007 · Startseite · Sitemap · Impressum


   


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