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Die Gesamtkapitalrendite
oder Gesamtkapitalrentabilität (englisch: Return on Assets oder
ROA) ist das breiteste Maß für die Fähigkeit eines
Unternehmens, Vermögenswerte rentabel zu nutzen. Sie bietet damit
einen Anhaltspunkt, wie effektiv eine Gesellschaft Vermögenswerte
zur Generierung von Gewinnen einsetzt.
Für die Berechnung der Gesamtkapitalrendite wird der Gewinn einer
Periode zu dem gesamten bilanzierten Kapital eines Unternehmens ins
Verhältnis gesetzt.
Manche Investoren addieren zum Gewinn die Zinsausgaben des Unternehmens
hinzu, da sie die operative Gesamtkapitalrentabilität ohne die
Kosten der Kreditaufnahme messen wollen. Dagegen bevorzugte Benjamin
Graham bei der Ermittlung der Gesamtkapitalrendite diese nur auf die
materiellen Vermögensgegenstände eines Unternehmens zu
beziehen.
Die Gesamtkapitalrendite zeigt dem Investor an, welche Erträge auf
das eingesetzte Kapital verdient werden. Dabei kann sich die
Gesamtkapitalrendite eines einzelnen Unternehmens im Laufe der Zeit
maßgeblich verändern. Die Höhe der Gesamtkapitalrendite
ist zudem von der Branche, in der das Unternehmen tätig ist, in
höchsten Maße abhängig. Aus diesen Gründen sollte
die Gesamtkapitalrendite eines Unternehmen sowohl historisch, als auch
mit der Rentabilität ähnlicher Unternehmen verglichen werden.
Value Investoren, die sich auf Unternehmen mit hoher
Gesamtkapitalrentabilität spezialisiert haben, bevorzugen für
diese Kennziffer Werte ab etwa 12% aufwärts. Bei Unternehmen mit
einer Gesamtkapitalrendite > 15% handelt es sich um
außerordentlich profitable Gesellschaften, die für ihre
Eigentümer langfristige Werte schaffen.
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